Tipps, Tricks
und Kniffe

Acrobat

Nr.

Tipp

8

PDF-Dokument in Einzelseiten zerlegen
  Um eine mehrseitige PDF in Einzelseiten-PDFs zu zerlegen, wählen Sie in Acrobat 7 Professional »Dokument«, »Seiten entnehmen«. Tragen Sie im erscheinenden Dialogfenster ein, dass dies für alle Seiten gelten soll, und aktivieren Sie die Option »Seiten als einzelne Dateien entnehmen«.
(PAGE 8/06, Haeme Ulrich)

7

Nur RGB-Farben anzeigen
  PDF-Dateien, die druckfertig sind, sollten keine RGB-Objekte mehr enthalten. Um das optisch zu kontrollieren, nutzen Sie die Ausgabevorschau von Acrobat 7 Professional, die Sie über »Erweitert«, »Ausgabevorschau« aufrufen. Unter »Anzeigen« wählen Sie »RGB«. Alle Objekte, die nicht in RGB vorliegen, werden nun ausgeblendet. Wer jetzt nichts sieht, hat auch keine RGB-Objekte mehr.
(PAGE 8/06, Haeme Ulrich)

6

Indizierte Farben bei CMYK-Bildern
  Bei der Prüfung von PDF-Dateien, die mittels Acrobat Distiller (4.0.5, 5.x, 6.x) erstellt wurden, werden Bilddaten als indiziert angezeigt, obwohl die Originalbilddaten nicht im indizierten Farbraum abgelegt sondern z.B. als CMYK oder RGB gespeichert wurden.
Adobe Acrobat Distiller hat (seit Version 4.0.5) eine versteckte Funktion, die in PostScript-Dateien enthaltene Bilddaten automatisch analysiert und diese bei Bedarf während der Umwandlung zu PDF im indizierten Farbraum speichert. Insbesondere Screenshots oder Bitmap-Logos bzw. Bilder, die nicht den vollen Farbumfang von 256 Farben pro Kanal nutzen, führen zu einer Indizierung bei der PDF-Umwandlung. Dies bedeutet, dass nur die Farben gespeichert werden, die in der Bilddatei wirklich benutzt wurden und dass dadurch eine kompaktere Dateigröße resultiert. Beachten Sie, dass durch diese Indizierung keinerlei qualitative Einbußen bei der Bildqualität entstehen!

In Prüfprogrammen werden dann also evtl. indizierte Bilder gefunden. Dies stellt moderene RIPs heute vor keine Probleme. Sollten Sie trotzdem auf die Indizierung von Bilddaten verzichten wollen, so kann man die Option in der verwendeten Joboptions-Datei des Distillers ändern. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
1. Machen Sie zuerst eine Kopie von Ihrer Distiller-Joboptions-Datei.
2. Öffnen Sie die von Ihnen benutzte Distiller Joboptions-Datei in einem Texteditor und suchen Sie nach dem Eintrag:
/ConvertImagesToIndexed true
Ändern Sie die Zeile auf
/ConvertImagesToIndexed false
Damit greift Distiller hier nicht mehr ein. Wie gesagt ist dies eigentlich nicht nötig. Denken Sie auch daran, dass bei jeder neuen Joboptions-Datei diese Einstellungen wieder geändert werden muss, da der Wert standardmässig auf true=Ein steht.
(impressed)

5

Krumme Seitengrößen
  Dokument-Seiten erhalten nach der Umwandlung in PDF »krumme« Seitengrößen-Werte. Statt z.B. A4 (210 mal 297 mm) zeigt Adobe Acrobat als Seitengröße 209,9 mal 297,1 mm an.
Hier kommen mehrere Faktoren zusammen. Adobe Acrobat rundet Seitengrößen in der Anzeige im unteren linken Fensterbereich immer auf eine Stelle nach dem Komma. Sie sehen dort also nie den korrekten Wert. Diesen erhalten Sie entweder über das Menü Dokument / Seiten beschneiden (Acrobat 4 und 5) oder in Acrobat 5 unter Datei / Dokumenteigenschaften (bzw. mit Third-Party Tools wie z.B. PitStop)
Die krummen Werte haben Ihre Ursache in den Erzeugerprogrammen wie Microsoft Word, QuarkXPress, Adobe PageMaker etc. bzw. in den Wurzeln von PostScript.
PostSript und alle gängigen Layoutprogramme arbeiten intern mit der Maßeinheit Punkt (points) und nicht im metrischen System. Ursprünglich waren zudem nur ganzzahlige Punktgrößen für die Angabe von Seitengrößen bzw. interne Berechnungen vorgesehen. Alle Werte werden also falls nötig auf den nächsten ganzzahligen Punktwert gerundet. Danach erst erfolgt eine Umrechnung in Millimeter bzw. andere Maßeinheiten.
Durch diese Rundungsfehler kommt es zu diesen krummen Werten, die für die Einzelseiten-Ausgabe in der Regel keine störenden Auswirkungen hat. Anders sieht es bei digitalen Workflows insbesondere bei der digitalen Bogenmontage aus. Hier werden sehr exakte Werte verlangt und es kann schnell passieren, dass zwischen 2 Seiten feine Blitzer entstehen, die Ihre Ursache in den Rundungsfehlern der Original-PostScript-Datei haben.
(impressed)

4

Acrobat schneller starten
  Wer hat sich noch nicht über die immer länger werdenden Startzeiten von Acrobat geärgert? Der Grund sind die Plug-Ins, die beim Start geladen werden. Drücken Sie die Shift-Taste bevor Sie Acrobat starten – dann werden keine Plug-Ins geladen und der Start geht wesentlich schneller.
(bostext)

3

Acrobat 5: Sichern einer Datei erzwingt PDF-Version 1.4
  Die Spezifikation PDF 1.4 mag viele Vorteile haben, doch solange Druckereien und Vorstufenbetriebe mit ihrer Hard- und Software nicht darauf eingestellt sind, sollte man dieses spezielle Datenformat nur nach Absprache »ausliefern«.
In diesem Zusammenhang ist ein »Feature« in Acrobat 5 als gefährlich einzustufen: Bekommt ein Anwender in der Vorstufe beispielsweise eine PDF mit der PDF-Spezifikation 1.3 geliefert und muss – etwa via »Touch-Up« – nur eine minimale Änderung vornehmen, so bewirkt die nachträgliche Speicherung in Acrobat 5 mehr als erwartet: Die neue Version des Acrobat sichert nicht nur die vorgenommenen Änderungen sondern befördert das interne PDF-Format auch gleich auf die neue Spezifikation 1.4.
(PublishingPraxis 7/01, Lara Krohn)
2 Web-Archivierung 
  Die Version 4 von Adobe Acrobat kann auch für die Recherche im Internet zur Archivierung von Informationen aus dem Netz zum Einsatz kommen. Unter »Datei« findet sich neben dem bekannten » Öffnen...« auch der Befehl »Web-Seite öffnen...«. Der Anwender kann auf diese Weise eine beliebige Seite aus dem Netz laden und als PDF-File sichern. Als praktisch erweist sich das Ganze, wenn es darum geht, mehr als eine Seite zu öffnen. Hier bietet Acrobat Exchange die Wahl zwischen einigen Optionen, sodass der User sogar vollständige Web-Auftritte inklusive aller Links aus dem Web auf seine Festplatte übernehmen kann. Diese lässt sich dann offline begutachten und den individuellen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend bearbeiten.
(PAGE 5/00, bg)
1 Cross-platform-EPS-File mit Fonts exportieren
  Schon die alte Acrobat-3.0-Version erlaubte es, aus jedem beliebigen PDF-File eine EPS-Datei inklusive aller darin verwendeten Schriften zu exportieren. Die Möglichkeit der Fonteinbettung ist besonders beim Datentransfer wichtig, wenn es nicht zur fehlerhaften Schriftwiedergabe kommen soll. Quark hat sich dieses Problems leider bis heute nicht angenommen, der XPress-Nutzer braucht dazu relativ teure Extensions.Die alte Acrobat-Version für den Mac konnte jedoch nur eine PICT-Preview zur Voransicht der EPS-Datei einbinden, mit der ein Windows-System allerdings nichts anzufangen wusste: Unter Windows erschien dann immer ein grauer Kasten. Die aktualisierte Version 4.0 ermöglicht auch das Einbinden einer TIFF-Preview, die sowohl zu Mac OS als auch zu Windows kompatibel ist – eine wirklich nützliche neue Acrobat-Funktion.
(PAGE 7/99, tk)